22.7.: Bayernweite Demonstration gegen die Politik der Angst

Am 22.7.2018 findet unter dem Motto #ausgehetzt in München eine bayernweite Demonstration gegen die Politik der Angst statt. In dem Aufruf, der auch vom Initiativkreis Migration Rosenheim unterstützt wird heißt es u.a.:

Wir wehren uns gegen die verantwortungslose Politik der Spaltung von Seehofer, Söder, Dobrindtund Co. Wir setzen ein Zeichen gegen den massiven Rechtsruck in der Gesellschaft, den Überwachungsstaat, die Einschränkung unserer Freiheit und Angriffe auf die Menschenrechte.

Jetzt kommen wir! Unsere Vielfalt verbindet und macht uns stark! #bayernbleibtbunt

Nicht erst durch die AfD eskalieren Hass und Ausgrenzung in der Politik. Parteien und insbesondere die in Bayern und Berlin wahlkämpfende bayerische Regierung lassen sich ihre Agenda von undemokratischen, menschenrechts-feindlichen und rechten Populisten vorgeben:

  • Statt die Werte unserer demokratischen Grundordnung zu vertreten, werden sie demontiert, Geflüchtete kriminalisiert, in Abschiebelagern interniert, in Kriegsgebiete abgeschoben und ihre Unterstützer*innen diffamiert („AntiAbschiebeIndustrie“/Dobrindt).
  • Statt Bildung und Aufklärung zu fördern und Kriminalstatistiken ehrlich zu kommunizieren, werden massiv Ängste geschürt. Und in Bayern das schärfste Polizeiaufgabengesetz (PAG) in Kraft gesetzt, das die Bundesrepublik je gesehen hat.
  • Statt gerechten Welthandel zu fördern und Fluchtursachen zu beseitigen, werden menschenfeindliche Regime mit Geld und Waffen unterstützt und Kriege geführt.
  • Statt soziale Probleme wie Pflegenotstand, Altersarmut und prekäre Arbeitsverhältnisse zu lösen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und einen gerechten Mindestlohn durchzusetzen, werden kulturelle Scheindebatten geführt wie Söders Kreuz-Erlass oder Islam-/Leitkultur-Debatten.
  • Statt volle Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität zu fördern, wird ein rückwärtsgewandtes Weltbild gestützt.

Wir rufen zu einer bayernweiten Demo gegen diese Politik der Angst am 22.7.18 in München auf.

Weitere Informationen zur Demo finden sich unter http://gemeinsam-fuer-menschenrechte-und-demokratie.de/ausgehetzt-gemeinsam-gegen-die-politik-der-angst

Mi. 13.6. | 19 Uhr | Lokschuppen: Seenotrettung von Sea-Eye

Veranstaltung zur Seenotrettung von Sea-Eye

Mittwoch 13.06.2018, 19 Uhr Lokschuppen (Gruppenraum Stadtjugendring)

Seit dem Jahr 2000 sind an den Außengrenzen der EU über 35.000 Menschen ums Leben gekommen, die auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Elend waren. Die Politik der EU nimmt ihren Tod billigend in Kauf. Sie schottet ihre Grenzen ab, versperrt Schutzsuchenden sichere Fluchtwege, zwingt sie auf lebensgefährliche Routen. Statt alles daran zu setzen, schiffbrüchige Flüchtlinge zu retten, setzt die EU auf die militärische Bekämpfung von Schleppern. Dies hindert Menschen in Not nicht daran, sich auf den Weg zu machen. Auch 2018 geht das Sterben unvermindert weiter. Bereits 414 tote Flüchtlinge im Mittelmeer protokolliert die Internationale Organisation für Migration (IOM). Mehrere NGO‘s versuchen mit ihren Booten möglichst viele schiffbrüchige Flüchtlinge zu finden und zu bergen. Im Herbst 2015 gründete Michael Buschheuer mit seiner Familie und Freunden die gemeinnützige Organisation Sea-Eye e.V. mit dem Hauptziel, schiffbrüchige Flüchtlinge auf ihrer gefährlichen Flucht nach Europa zu retten. Seit Anfang 2016 ist der Verein mit, in der Zwischenzeit 2 hochseetauglichen Schiffen im Mittelmeer vor der lybischen Küste im Einsatz und sucht nach Schiffbrüchigen und Ertrinkenden. Wichtigste Rettungsmaßnahme dabei ist, SOS abzusetzen und eine professionelle Hilfe einzuleiten. Bis dahin besteht die Aufgabe in der Überlebenssicherung der Flüchtlinge, soweit irgend möglich. Sea-Eye leistet Erste Hilfe und versorgt die Flüchtenden mit Schwimmwesten und Wasser. Verletzte können an Bord in einer Krankenstation versorgt werden.

Michael Buschheuer berichtet am 13.6.2018 ab 19 Uhr im Lokschuppen Rosenheim über die Arbeit von Sea-Eye. Veranstaltet wird der Vortrag vom Initiativkreis Migration Rosenheim.

Lesung und Gespräch „Beyond survival. Kinder erzählen ihre Geschichte“

Am kommenden Montag, den 18. September findet in der Stadtbibliothek Rosenheim eine Lesung mitsamt anschließendem Gespräch zum Buch „Beyond Survival. Flucht. Ankunft. Zukunft. Kinder erzählen ihre Geschichte“ von Jenny Schuckardt und Kilian Kleinschmidt statt.

In Beyond Survival erzählen achtzehn Kinder und Jugendliche aus aller Welt ihre Geschichte; achtzehn von fünfzig Millionen Kindern, die weltweit auf der Flucht sind. Was haben sie hinter sich gelassen und wie erleben sie als Fremde unser Land? Wie können wir ihnen und damit unserer offenen Gesellschaft eine Zukunft geben?

Begleitend zu ihren bewegenden Erzählungen schildert der weltweit gefragte Migrationsexperte Kilian Kleinschmidt zukunftsweisende Möglichkeiten und Wege und zeigt auf, was jeder Einzelne von uns tun kann.
Die Autorin Jenny Schuckardt, studierte Politologin, hat als Redakteurin im In- und Ausland gearbeitet. Für Beyond Survival führte sie die Gespräche mit den Kindern, Jugendlichen und Eltern und schrieb ihre Geschichten auf. Kaum einer ist so kompetent in Flüchtlingsfragen, wie der Co-Autor Kilian Kleinschmidt. Er arbeitete 25 Jahre für das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) und leitete ein Jahr lang das Flüchtlingscamp Zaatari in Jordanien. Heute ist er Sonderberater für Regierungen zu den Themen Flucht und Migration. Die Spenden des Abends gehen direkt an die Beyond Survival Kampagne.

Die Veranstaltung, die in Kooperation von Initiativkreis Migration Rosenheim, dem Bildungswerk Rosenheim, der Sozialen Stadt Rosenheim und der Stadtbibliothek Rosenheim stattfindet, beginnt um 20 Uhr, der Eintritt ist frei.

Geflohen… und angekommen? Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag

Am Dienstag, den 20. Juni 2017, findet zum Weltflüchtlingstag im Bildungszentrum St. Nikolaus eine Veranstaltung mit dem Titel „Geflohen… und angekommen?“ statt. Dabei werden afghanische Flüchtlinge von persönlichen Schicksalen berichten: Was sie zur Flucht bewegte, was sie dabei erleben mussten und wie es ihnen jetzt in Rosenheim ergeht, hören wir aus erster Hand.

Anlässlich des von der UN-Vollversammlung zum zentralen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufenen 20. Junis, finden in vielen Ländern Aktionen statt, um auf die besondere Situation und die Not von Millionen Menschen auf der Flucht aufmerksam zu machen. In Rosenheim wollen wir vom Initiativkreis Migration auch in diesem Jahr die Betroffenen selbst zu Wort kommen lassen. Wir wollen darüber nicht nur informieren, sondern auch Wege aufzeigen, regional und bundesweit gegen vielfach begangenes Unrecht vorzugehen:

„Überall auf der Welt fliehen Familien vor Gewalt. Die Zahlen sind gewaltig, aber wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen Mütter und Väter, Töchter und Söhne sind, Menschen wie Du und ich – bevor der Krieg sie zur Flucht gezwungen hat.“

Die Veranstaltung findet im Bildungswerk (Pettenkoferstraße 5, Rosenheim) statt, beginnt um 19.30 Uhr und wird von Henny Stoll (Initiativkreis Migration Rosenheim, Lehrerin), Dr. Eberhard Ruhenstroth (Initiativkreis Migration Rosenheim, Mediziner) und Dr. Thomas Nowotny (Initiativkreis Migration Rosenheim, Mediziner) moderiert.

Petition gegen menschenrechtswidrige Abschiebungen nach Afghanistan

Der Initiativkreis Migration Rosenheim unterstützt die aktuelle Online-Petition, die sich gegen die menschenrechtswidrigen Abschiebungen nach Afghanistan richtet (www.change.org/nodeportation) und ruft alle Menschen dazu auf diese zu unterzeichnen!

Zu den Erstunterzeichnern gehören Personen wie die Schauspielerin Senta Berger, der Theologe Dr. Jürgen Micksch, der Musiker Günther Sigl, der Autor und Publizist Terry Swartzberg und der Arzt und Regisseur Prof. Dr. Michael Verhoeven.
Sie alle erklären sich bereit, alles in ihrer Macht stehende zum Schutz der bedrohten afghanischen Flüchtlinge zu tun. Dazu gehören persönliche Appelle an Behörden, Presse, Kirchen, Vereine, Prominente und Politiker in den Kommunen, in den Landtagen und im Bundestag.

Ein aktueller Bericht von UNHCR vom Dezember 2016 hat die Behauptung des Bundesinnenministers endgültig widerlegt, in Afghanistan gebe es sichere Regionen. Im Bericht heißt es:

„Ein pauschalierender Ansatz, der bestimmte Regionen hinsichtlich der Gefahr von Menschenrechtsverletzungen, wie sie für den Flüchtlingsschutz oder den subsidiären Schutz relevant sind, als sichere und zumutbare interne Schutzalternative ansieht, ist nach Auffassung von UNHCR vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Afghanistan nicht möglich.“

Wir weisen daher die beteiligten Beamten auf ihre Pflicht zur Demonstration hin, wenn von ihnen verlangt wird, menschenrechtswidrige Anweisungen auszuführen oder zu unterstützen.
Den Regierenden in Bund und Ländern geben wir zu bedenken, dass sie keine Wählerstimmen gewinnen, wenn sie sich dem Rechtspopulismus anbiedern. Dessen Anhänger wählen lieber das Original; alle anderen werden von einer menschenfeindlichen Politik abgestoßen.

2-3-Zimmerwohnung dringend gesucht

Der Initiativkreis Migration Rosenheim betreut derzeit eine junge Familie, die im September 2015 aus dem Kosovo nach Deutschland flüchtete.

Der zweijährige Sohn Endri leidet seit seinem 6. Lebensmonat an schweren epileptischen Anfällen. Im Klinikum Schwabing wurde nach der Ankunft der Familie in München ein Hirntumor festgestellt, der auch die Anfälle auslöst. Jetzt ist eine Operation des Tumors in der Schön Klinik Vogtareuth geplant, die Nachsorge wird vermutlich mindestens zwei Jahre in Anspruch nehmen. Diese Zeit werden die Eltern zusammen mit ihrem Sohn und der am 16. August 2016 in Rosenheim geborenen Tochter in Deutschland verbringen.

Derzeit lebt die Familie in einer Gemeinschaftsunterkunft der Regierung von Oberbayern in Rosenheim, die sie mit ca. 60 anderen Asylbewerbern teilt. In einer Umgebung mit so vielen Menschen ist die Infektionsgefahr für ein krankes Kind sehr hoch und die sichere Durchführung der Operation gefährdet. Auf Grund eines Attestes der betreuenden Kinderärzte darf die Familie einen privaten Wohnsitz nehmen.

Daher bitten wir die Bevölkerung: Wer eine 2-3-Zimmer-Wohnung im Landkreis Rosenheim zu vermieten hat (gern möbliert, Miete bis 700 Euro, die Miete übernimmt die Stadt bzw. der Landkreis Rosenheim), nimmt bitte Kontakt auf mit dem Initiativkreis unter 08031 / 58 19 179 bzw. migro@rocketmail.com.

Veranstaltungsreihe Asyl ist Menschenrecht 2016

Plakat

Kein anderes Thema bestimmt die Politik und die Medien seit Sommer 2015 so wie das der „Flüchtlinge“. Nach einer großen Welle der Hilfsbereitschaft mischten sich besorgniserregend viele kritische und zurückweisende Stimmen in die politische und Medienlandschaft.
Der Initiativkreis Migration Rosenheim beschäftigt sich seit 2011 damit, dass Menschen aus verschiedenen Gründen ihre Heimat verlassen. Sie stehen vor Herausforderungen, die sie vorher nie gekannt haben, sie werden freundlich empfangen oder verunsichert aufgenommen oder aggressiv abgewehrt. Die Zahl der Straftaten und Anschläge gegen Asylbewerber*innen hat drastisch zugenommen. Aber die Zahl der Menschen, die Flüchtlinge kennenlernten und ihnen zur Seite standen, ebenso. Wir haben eine Veranstaltungsreihe zusammengestellt, in der Herz und Verstand angesprochen werden, aber auch Integration und Umgangsweisen geübt und gelebt werden können, aber vor allem möchten wir die Flüchtlinge selbst zu Wort kommen lassen. Es lohnt sich, ihnen zuzuhören.

Deswegen wird es auch im Jahr 2016 eine Veranstaltungsreihe des Initiativkreis Migration Rosenheim mit dem Titel „Asyl ist Menschenrecht“ geben. Alle Infos zu den Veranstaltungen auf der Seite zur Veranstaltungsreihe: https://migration.rosenheim.tk/veranstaltungsreihe/

Aufstehen gegen Rassismus!

Eine neue Kampagne mit dem Namen „Aufstehen gegen Rassismus“ will sich aktiv für eine bunte und solidarische Gesellschaft einsetzen. Diese wird nicht zuletzt vom Initiativkreis Migration unterstützt. Hier der Aufruf dazu, mit der Auforderung sich diesem anzuschließen und aktiv zu werden:

Aufstehen gegen Rassismus

Fast täglich greifen Rassisten und Rassistinnen Flüchtlingsheime an, islamfeindliche Übergriffe nehmen zu. Erschreckend viele Menschen nehmen an fremdenfeindlichen und rassistischen Demonstrationen teil. Pegida hetzt gegen Geflüchtete und Muslime und Musliminnen.

Währenddessen wird die „Alternative für Deutschland“ (AfD) zunehmend zum Sammelbecken für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. An vielen Orten ist die AfD Zentrum der extremen Rechten geworden. Abgeordnete der AfD verbreiten Nazi-Parolen und hetzen gegen Andersdenkende.

Die AfD ist zu einer ernsthaften Gefahr geworden, für all jene, die nicht in ihr rechtes Weltbild passen.

Deine Stimme gegen rechte Hetze

Wir wollen dem ein Ende machen. Wir greifen ein, wenn Rassistinnen und Rassisten Menschen in unserer Mitte attackieren. Menschenverachtender Stimmungsmache gegen Geflüchtete, Musliminnen und Muslime, Roma und Romnija, Sinti und Sintiza, Jüdinnen und Juden treten wir entgegen.

Wir wehren uns gegen Mordanschläge und Pogrome gegen Geflüchtete. Mit Aufforderungen wie zum Schusswaffengebrauch gegen Geflüchtete an der Grenze wird die AfD zum Stichwortgeber für solche Übergriffe.

Wir sind viele. Wir heißen Geflüchtete willkommen. Wir stehen auf gegen den Rassismus von Pegida, AfD, NPD & Co. Wir erheben unsere Stimmen, um in die gesellschaftlichen Debatten einzugreifen, gegen rechten Populismus.

Wir wenden uns gegen Obergrenzen und Grenzschließungen, die Wasser auf den Mühlen der Rassistinnen und Rassisten wären. Wir stehen für eine offene und gerechte Gesellschaft. Wir lassen nicht zu, dass Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt und ein besseres Leben für alle!

Unsere Alternative ist Solidarität

Wir werden weiterhin Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen. Asyl ist Menschenrecht.

Wir wollen verhindern, dass Rassistinnen und Rassisten Raum für ihre Hetze bekommen.

Wir werden uns stark machen für gleiche politische und soziale Rechte für alle Menschen.

Wir werden uns der AfD überall entgegenstellen, ob auf der Straße oder in den Parlamenten.

Überall wo die Rassistinnen und Rassisten von AfD und Co. demonstrieren, sprechen oder auf Stimmenfang gehen, werden wir präsent sein und klar und deutlich sagen: Wir stehen auf gegen Rassismus! Keine Stimme für rechte Hetze!

Dem Verbreiten von Hass setzen wir eine bundesweite antirassistische Aufklärungskampagne entgegen: im Stadtteil, in der Schule, an der Uni, im Betrieb, im Theater, im Konzertsaal – überall!

Wir setzen auf die Aktivität von Vielen. Gemeinsam werden wir klarstellen: Rassismus ist keine Alternative!

Fr., 20.10.: Drum & Bass Soliparty für die Arbeit des Initiativkreis Migration Rosenheim

Am Freitag, den 20. November, findet ab 21 Uhr in der Asta Kneipe (Hubertusstraße 1) eine „Drum & Bass Soliparty“ zugunsten der Arbeit des Initiativkreis Migration Rosenheim statt.

Aus der Ankündigung:

Das Geld, das ihr an diesem Abend als Eintritt zahlt, wird an den Initiativkreis Migration gespendet damit auch weiterhin Veranstaltungen und Aktionen zu den Rechten von Flüchtlingen und MigrantInnen durchgeführt werden können.

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Say it loud say it clear – Refugees are welcome here!

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+ Drum & Bass:

Suboreal [MNTLrecords//München]
Displaced Minds [The Hole Club//Rosenheim]
Vertex [d.construct//Regensburg]

+ Dubstep:
Earl Beatz [Earlbeatzrecords//München]

Wir wünschen uns und euch eine schöne Party und danken schon mal im Voraus!!